Warum sollen Hunde eigentlich nicht bellen dürfen?

Diese Frage beschäftigt mich immer wieder.

Neulich wurde ich gefragt, ob mein Hund bellt.

In meinem Kopf rattert es:
Welche Antwort sollte ich darauf geben?

Ich antwortete:
„Ja. Er bellt. Er meldet, wenn er etwas Ungewöhnliches hört.“

Und die Antwort kam ganz selbstverständlich:
„Ah, ja, er macht also seinen Job“.

„Ja, genau!“

Das Gute aus meiner Sicht: er steigert sich nicht rein. Er ist kein „Kläffer“.

Und das meine ich gar nicht nicht abwertend.
Sondern darauf bezogen, dass Bellen selbstbelohnend werden kann.

Und wenn Hunde nicht ernst genommen werden, wenn sie ein Geräusch melden, wenn sie entweder gemaßregelt werden, angezischt werden aufzuhören oder sie gesagt bekommen: „da war nix“, dann kann es sein, dass sie immer hartnäckiger bellen.

Regt der Mensch sich über das Bellen auf, verstärkt er die Aufregung des Hundes.

Wenn Hunde nicht ernst genommen werden, kann es passieren, dass sie immer hartnäckiger bellen.

Was ich mache? Ich bedanke mich bei meinem Hund fürs Melden.
Bei uns führt das in der Regel dazu, dass Muck weiß, dass er „seinen Job gemacht hat“, so aussieht, als würde er sich freuen und dann tollt er sich ruhig auf seinen Platz.

Sollte Muck doch mal hartnäckiger bellen und sich nicht so schnell wieder beruhigen, gehe ich tatsächlich nachschauen.
So kann ich ihm zeigen, dass alles in Ordnung ist.

Eine Frage, die mich von Zeit beschäftigt:
Warum sollen Hunde nicht bellen dürfen?

Die Frage beschäftigt mich immer dann besonders, wenn ein Hundehalter verschämt bemüht ist, seinen Hund zur Ruhe zu bringen.
Meistens unsanft.
Auf Spaziergängen durch weiterzerren.

Anstatt ihn sich mit der Situation auseinander setzen zu lassen.

Weil sie denken, es gehört sich nicht.
Weil es ihnen peinlich ist.

Dabei bellen Hunde.
Nicht alle Hunde. Aber immer wieder Hunde.

Auch Hunde haben etwas zu sagen und manchmal tun sie das nicht nur subtil durch ihre intensive Körpersprache, sondern laut.

Für mich geht es nicht darum, jedes Bellen möglichst schnell zu unterbinden.

Ich frage:
Was möchte mein Hund mir gerade sagen?

Und ich stelle mir diese Frage nicht nur selbst.
Ich schaue gemeinsam mit meinen Kunden hin und wir entdecken zusammen, was die Aufregung ausgelöst haben könnte.

Wenn wir Spannung früher erkennen, können wir auch viel früher unterstützen. Nicht erst dann, wenn der Hund bereits völlig aufgeregt ist.

Wir können dem Hund und seinem Menschen rechtzeitig helfen, ins Gleichgewicht und zur Ruhe zu kommen bzw. im Gleichgewicht und in der Ruhe zu bleiben.

Und genau dort kommen für mich Berührungen wie z. B. der Zebra-TTouch ins Spiel:
nicht als Trick gegen das Bellen, sondern als eine Möglichkeit, dem Hund in seiner Aufregung Orientierung und Sicherheit zu geben.

Hast Du immer eine Idee, wieso Dein Hund bellt?
Weißt Du, wie Du ihm helfen kannst zur Ruhe zu kommen?

Du musst Deinen Hund nicht perfekt verstehen.
Manchmal hilft es, wenn jemand mit darauf schaut.

Hinschauen verändert mehr als vorschnelles Handeln.
Es macht Euch handlungsfähig.

Denn wer seinen Hund besser versteht, muss ihn seltener korrigieren.
Das schafft gegenseitiges Vertrauen.

In meiner kostenfreien Potential-Analyse schauen wir gemeinsam auf Deinen Hund:
Was möchte er Dir zeigen?
Was könnte hinter seiner Aufregung stecken? Welche Begleitung passt zu Euch?

Gemeinsam hinschauen lohnt sich.
Besonders, wenn Du Dir wünschst, gelassen mit Deinem Hund zu leben.
🧡

Veröffentlicht in Allgemein, #Hundeentspannung, #hundeverstehen.

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